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AUßENHÜLLE DER STADTHALLE NIMMT FORMEN AN

IM HERBST SIND MAURER-, BETON- UND PUTZARBEITEN AM KULTURHAUS BEENDET

Die Stadthalle hüllt sich ganz und gar und fast ein wenig geheimnisvoll in ihre schützenden Bauplanen, die den Blick auf das Baugeschehen nur bedingt freigeben. Dahinter nehmen das Gesims und der Außenputz des Gebäudes jedoch langsam ihre alten und neuen Formen an. Die erste Putzschicht ist bereits aufgetragen, weitere Details kommen hinzu. Bestandsrecherchen haben ergeben, dass ursprünglich auch dort Gesimsteile angebracht waren, wo heute niemand mehr etwas davon vermutet hätte. Dank der guten Arbeit und der ständigen Präsenz des Restaurators und des Denkmalschutzes kann die Sanierung der Stadthalle aber zum alten Erscheinungsbild zurückfinden.

Der Weg dorthin war bisher nicht immer unkompliziert zu beschreiten. Das historische Gebäude hielt insbesondere nach der Boden- und Tragwerksanalyse einige „Überraschungen“ bereit, die unser Projektteam zeitnah in Angriff nehmen musste. Dies immer mit Blick auf die Einhaltung des zeitlichen Bauablaufplans. Mit Unterstützung spezialisierter Fachfirmen haben wir im Zuge sogenannter Düsenstrahlarbeiten das Fundament unterfangen und verstärkt. Durch Einbau neuer und moderner Haus- und Bühnentechnik muss die Statik des alten Gebäudes heute einer ganz anderen Traglast standhalten. Alte Stahlträger mussten daher überall im Haus freigelegt und mit Korrosionsschutz versehen werden, bevor weitere Baumaßnahmen folgen durften. Für die Installation der Haustechnikzentrale haben wir über dem kleinen Rubenowsaal eine gänzlich neue Geschossdecke mit neuen Stahlträgern eingezogen.

Andernorts müssen alte Geschossdecken komplett ersetzt werden. In der 400 m² großen Decke über dem Erdgeschoss haben wir Durchbiegungen um mehr als das Doppelte des zulässigen Wertes nachgewiesen. Ähnliches auch bei der Decke und dem Terrassenboden über dem Theatercafé. Hier heißt es, schnell und unkompliziert reagieren und baulich erneuern.

Die Stadthalle in Bauplanen gehüllt.
Der alte Putz ist komplett entfernt.
Schicht um Schicht muss neu aufgetragen werden.
Einzug neuer Stahlträger für die Geschossdecke über dem Rubenowsaal.
Mit dem Kran werden die Stahlträger über eine kleine Giebelöffnung in das Gebäudeinnere transportiert.
Anbringung der neuen Dachkonstruktion.
Zimmermannsleute bei der Dacheindeckung.
Alle alten Stahlträger wurden freigelegt und mit Korrosionsschutz versehen.
Baugerüst für die Gewölberekonstruktion im Kaisersaal.
Ein beeindruckender Anblick im Gebäudeinneren.
Detailgetreue Restauration des Gewölbes im Kaisersaal.
Einbau der großen neuen Fensterfronten.
Fußbodenarbeiten im Foyer.
Wiederherstellung der ursprünglichen Gesimsformen.
Bestandsrecherchen ergaben das Vorhandensein von Gesimsteilen auch dort, wo heute niemand mehr etwas davon vermutete.
Das Gesims nimmt alte und neue Formen an.